
Der Forschungsanasatz basiert auf der Idee, dass bestimmte Sinnesreize unser Hitzeempfinden steuern können. Eine Kombination von diesen Reizen wie Gerüche, Farben und Stoffe kann z. B. einen verstärkten Eindruck von kühlender Frische in Innenräumen erzeugen, die durch bestimmte Wahrnehmungsprozesse im Gehirn entstehen. Die gefühlte Temperatur kann dadurch, im Gegensatz zur gemessenen Temperatur, bis zu mehreren Grad Celsius tiefer sein.

Physikalische und psychologische Kühlwirkung
Physikalische Kälte trifft auf gefühlte Frische mit kühlenden Effekten. Physikalische und psychologische Effekte können sich ergänzen und steigern das Wohlbefinden bei hohen Temperaturen.

Kontrolltheorien in
Umwelt und Gestaltung
Sich der Hitze ausgeliefert zu fühlen, erzeugt Stress. Kontrolltheorien zeigen, dass die Möglichkeit zur Mitbestimmung das Wohlbefinden steigert: Wer mitgestaltet, leidet weniger.

Multisensorische Wahrnehmung
Unser Gehirn verarbeitet das Hitzeempfinden nicht isoliert, sondern verknüpft alle verfügbaren Sinneseindrücke. Riechen, Sehen und Hören etc. beeinflussen gemeinsam, wie wir Temperatur erleben.
Es gibt unterschiedliche Methoden, um das Wohlfbefinden im Sommer ohne Kühlgeräte zu verbessern. Sei es körpernah, traditionell oder über unsere Sinnesreize.
Neben dem vorhandenen Wissen aus unterschiedlichen Kulturen und Kontinenten haben Versuche aus der Experimentellen Psychologie (Charles Spence) den Einfluss unterschiedlicher Sinnesreize auf das Wohlbefinden und die Wahrnehmung von kühlenden Reizen untersucht.
Neben der Oberflächenbeschaffenheit spielen auch die verwendeten Materialien eine entscheidende Rolle. Kleidung und Bettwäsche, z. B. aus Baumwollsatin, können sich kühlend auf den Tastsinn der Haut auswirken, da glatte Oberflächen Wärme von der Haut besser ableiten als raue Oberflächen, wie z. B. Flanell.
Kühlmethoden beruhen auf physikalischen Prozessen wie Wärmeleitung, Verdunstung und Luftströmung. Korrekt ausgeführte Nachtauskühlung ist z. B. eine bewährte Methode, die schon seit Generationen hilft.