Kindesbefragungen gezielt üben: Können digitale Avatare den gewünschten Mehrwert erzielen? Das wird im Rahmen dieser Studie untersucht.
Kinder sind in strafrechtlichen Verfahren besonders schutzbedürftig. Oftmals stellt ihre Aussage das einzige Beweismittel dar, wodurch die Qualität der Befragung von entscheidender Bedeutung ist. In der Praxis sind Kinder oft mit unerfahrenen Befragenden konfrontiert: Es fehlt an Möglichkeiten, Kindesbefragungen zu üben.
Diese Problematik wird im Rahmen des SNF-Projekts «Virtual Kids – Virtuelle Charaktere zur Verbesserung der Qualität bei Kindesbefragungen» adressiert. In diesem interdisziplinären Projekt wird eine Applikation entwickelt, die das Training von Befragungen mit virtuellen Avataren ermöglicht. So können Fachpersonen (z.B. Polizei, Sozialbehörden, Staatsanwaltschaft) ihre Befragungsqualität steigern. Wie das genau funktioniert, ist in einem SRF-Beitrag zu sehen.
Mit der Akzeptanzstudie wurde der erste Prototyp mit der Zielgruppe getestet und überprüft. Die Applikation wurde gut angenommen, und eine Langzeitstudie im Rahmen des Hauptprojekts wird voraussichtlich Ende 2024 anlaufen, um die Effektivität der Applikation zu prüfen.
Daten zum Projekt
Projektart | Forschung |
Zeitraum | 01.06.2023 – 31.12.2023 |
Projektpartner | HSLU Sozial Arbeit – Devianz, Gewalt und Opferschutz |
Finanzierung | SNF-HSLU als HauptgesuchstellerIn Forschungsfinanzierung allgemein ITC Digitale Transformation der Arbeitswelt |
Projektteam | Ariana Huwiler, Simon Hischier, Tobias Kreienbühl, Richard Wetzel, Susanna Niehaus |