
Wirkung
Ein guter Vorhang ist die erste Massnahme gegen eindringende Sonnenenergie. Er stoppt die Sonnenstrahlung, bevor sie Möbel und Böden aufheizen und diese die Raumluft erwärmen. Spezielle Stoffe mit reflektierender metallisierter Rückseite wirken ähnlich wie ein Spiegel und reflektieren die Hitze. Gleichzeitig mildern die lichtdurchlässigen Stoffe die grelle Helligkeit, was die Augen entlastet und eine visuelle Ruhe im Raum schafft. Ein gedimmter Raum wird als kühler wahrgenommen.
Kühlkategorie
traditionell
Nutzen Sie helle oder metallisch beschichtete Textilien, die das Licht reflektieren, statt es zu absorbieren. Der Vorhang sollte tagsüber konsequent geschlossen bleiben, sobald die Sonne auf das Fenster trifft.
Anforderungen für den Einsatz im Alters- und Pflegeheim
Im institutionellen Kontext müssen Vorhänge Brandschutznormen (B1, RF1) entsprechen. Zudem sollten sie leicht waschbar sein. Wichtig ist eine intuitive Bedienung: Schnurzüge beispielsweise müssen stabil montiert sein, um Stürze zu vermeiden, falls sich eine Bewohnerin oder ein Bewohner daran festhält. Ein Tages-Vorhang sollte lichtdurchlässig sein, da der Eintrag von natürlichem Tageslicht aus gesundheitlichen Gründen erhalten bleiben sollte. Eine gute Akustikwirkung durch den Stoff ist ein Nebeneffekt.
Anforderungen für den Einsatz zu Hause
Zu Hause können Sie auch Thermorollos oder Klemmfix-Systeme nutzen, die ohne bohren befestigt werden können. Wichtig ist ein bündiger Abschluss am Fenster, damit keine Warmluft hinter den Stoff kriecht.
Im Projekt Cool Down waren unterschiedliche transluzente Stoffe der Kollektion Glare&Heat von Création Baumann im Einsatz. Die Vorhänge sind lichtdurchlässig und ermöglichen eine visuelle Verbindung nach aussen. https://creationbaumann.com

Studien zur Kühlwirkung
Bauphysikalische Studien belegen, dass ein effektiver Fensterschutz den Wärmeeintrag stark reduzieren kann. Besonders Textilien mit einer Metallisierungsschicht- oder Perlex-Beschichtung reflektieren die Infrarotstrahlung effizient. In Testreihen wurde nachgewiesen, dass Innenräume mit konsequentem Sonnenschutz eine Temperaturdifferenz von mehreren Grad gegenüber ungeschützten Räumen aufweisen. Über die reine Physik hinaus untersuchen wahrnehmungspsychologische Studien den Einfluss von Helligkeit auf das Wärmeempfinden. Grelle Lichtverhältnisse werden oft mit brennender Hitze assoziiert, während diffuses, weiches Licht kühlere Assoziationen wecken. Die Forschung zur visuellen Behaglichkeit zeigt, dass die Vermeidung von Blendung die kognitive Belastung senkt, was besonders für ältere Menschen mit nachlassender Sehkraft wichtig ist. Somit kann ein Vorhang sowohl als thermische Barriere als auch als psychologischer Regulator dienen, der die Reizüberflutung durch gleissendes Sonnenlicht dämpft und damit das Wohlbefinden verbessern kann.