Augmented Reality hilft beim Schutz vor Röntgenstrahlen
Wer täglich mit Radioaktivität arbeitet, braucht entsprechenden Schutz. Dies ist zentral in der Radiologie im Gesundheitswesen. Bei Arbeiten an Patientinnen und Patienten unter Röntgenapparaten über längere Zeit ist ein korrekt angewendeter Strahlungsschutz unumgänglich. Dementsprechend wird medizinisches Personal regelmässig trainiert. Da radioaktive Strahlung nicht sichtbar ist, bietet hier Augmented Reality (AR) eine entsprechende Unterstützung. Basierend auf Simulationsdaten wird die Strahlung im Raum quantifiziert und farblich dargestellt.
Der verfügbare Schutzschild des virtuellen Modells entspricht dem realen Schutzschild und kann ähnlich dem Original bewegt werden. Unter Berücksichtigung von Höhe, Position und Winkel wird der Bereich dahinter als sicher angezeigt. Dies passt sich laufend an, wenn entweder die Position des Maschinenarms oder des Schilds verändert wird.

AR wurde einerseits gewählt, weil es ein ortsunabhängiges Training ermöglich und andererseits, damit in einem späteren Schritt die reale Maschine erweitert werden kann. Mittels Tracking der Schutzelemente und der Maschine wird die Visualisierung in die echte Umgebung integriert. Dies erlaubt ein Training am realen Gerät mit den Strahlenwerten aus den im Raum platzierten Sensoren. Die reale Gefahr wird sichtbar.
Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Radiologie des Kantonsspitals Luzern umgesetzt. Erste Studien haben die Wirksamkeit des AR unterstützten Trainings aufzeigen können.
Daten zum Projekt
Projektart | Forschung |
Zeitraum | 01.07.2022-31.03.2023 |
Projektpartner | Luzerner Kantonsspitals (LUKS) Fakultät für Gesundheitswissenschaften und Medizin der Universität Luzern https://www.luks.ch/spezialisten/dr-phil-thiago-lima |
Finanzierung | Forschungsstipendium der Schweizerische Gesellschaft für Strahlenbiologie und Medizinische Physik (SGSMP) |
Projektteam | Tobias Kreienbühl |