Vier Kirchen – Neue Perspektiven

Wie lassen sich Kirchenräume unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen architektonisch, räumlich und sozial weiterdenken? Die Ausstellung «Vier Kirchen – neue Perspektiven» zeigte Entwurfsprojekte von Studierenden des Bachelor Intermediate aus dem Herbstsemester 2025 zur möglichen Umnutzung von vier Luzerner Kirchen zu Wohnraum. Die Podiumsdiskussion in der Kirche St. Anton führte die Auseinandersetzung weiter und öffnete sie für eine öffentliche Debatte.

Ausstellung

Im Herbstsemester 2025 untersuchten Studierende des Bachelor Intermediate die vier Luzerner Kirchen St. Maria, St. Paulus, St. Michael und St. Anton auf ihr Potenzial für eine Umnutzung zu Wohnraum. Entstanden sind Entwurfsprojekte, Modelle, Zeichnungen und räumliche Untersuchungen, die den baulichen Bestand und die kulturelle Bedeutung der Kirchen neu interpretieren sowie neue Typologien und Zukunftsbilder entwickeln.

Die Arbeiten wurden im Frühlingssemester 2026 in der Ausstellung «Vier Kirchen – Neue Perspektiven» präsentiert. Sie stehen im Kontext eines gesellschaftlichen Wandels, in dem Nutzung, Relevanz und Zukunft vieler Kirchengebäude neu verhandelt werden. Die Projekte begreifen diese Entwicklung nicht als Verlustgeschichte, sondern als Chance, Kirchen als räumliche Ressourcen weiterzudenken und ihre bestehenden Strukturen und Qualitäten produktiv zu nutzen. Dabei wurden auch das Verhältnis von gemeinschaftlich-sakralem Raum und privatem Alltag sowie das sensible Gleichgewicht zwischen Erhalt und Veränderung untersucht.

Podiumsdiskussion

Die Podiumsdiskussion «Kirche als Akteurin im Quartier?» fand im Rahmen der Ausstellung statt. Stimmen aus Kirche, Stadtplanung, Quartier und Hochschule diskutierten dabei unter anderem, welche Rolle die Kirche heute bei der Entwicklung lebenswerter Quartiere übernehmen kann.

Publikation

Aus den Arbeiten des Semesters und Momentaufnahmen der Ausstellung in der Kirche St. Anton wurde mit Studierenden eine Publikation erstellt. Die Broschüre macht die Projekte sichtbar und hält Denkanstösse für Kirchenräume fest um sie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Die komplette Publikation kann hier heruntergeladen werden.

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