Master Kollaborative Raumentwicklung

Immobilien und Regionalökonomie

TA.KOL_IR.H2601

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Zürich, Maschinenlabor ETH, Baustelle, 1930-1934. ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv.

Modulverantwortung: Amelie Mayer & Tabea Michaelis
Lehrteam: Prof. Dr. Christian Kraft, Prof. Markus Gmünder und Samuel Seiler
Gast: Samuel Graf
Wissenschaftliche Assistierende: Alessandro Rearte & Fidelia Gartner

Inhalt
Regional-, Stadt- und Immobilienentwicklung bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Marktmechanismen, öffentlichen und privaten Interessen, gesellschaftlichen und ökologischen Anforderungen sowie gesetzlichen Rahmenbedingungen. Das Modul vermittelt ein massstabsübergreifendes Verständnis dieser Zusammenhänge und untersucht, wie ökonomische Prozesse räumliche Entwicklungen beeinflussen und durch Politik und Planung mitgestaltet werden.

Im Bereich der Regionalökonomie setzen sich die Studierenden mit Standortbedingungen, regionaler Wertschöpfung, räumlichen Disparitäten sowie unterschiedlichen Verständnissen regionaler Entwicklung auseinander. Sie lernen ausgewählte Förder- und Entwicklungsinstrumente kennen, beispielsweise im Rahmen der Neuen Regionalpolitik. An der Schnittstelle von Ökonomie und Raumplanung analysieren die Studierenden fiskalische, planungsrechtliche, förderpolitische und regulatorische Instrumente sowie deren Wirkungen. Dazu gehören z.B. Mehrwertabgaben und Nutzungsboni ebenso wie Mietzinsregulierungen.

Im Bereich der Immobilienökonomie befassen sich die Studierenden mit grundlegenden Funktionsweisen von Boden- und Immobilienmärkten sowie den gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von Gebäude- und Arealtransformationen. Sie erstellen Wirtschaftlichkeitsberechnungen und reflektieren deren Voraussetzungen, Aussagekraft und Grenzen. Ergänzend untersuchen sie, wie gemeinwohlorientierte Wirtschafts-, Finanzierungs- und Trägermodelle zur langfristigen Tragfähigkeit von Projekten beitragen können. Neben genossenschaftlichen Modellen können weitere Ansätze der Sozialen und Solidarischen Ökonomie vertieft werden.

Ziel
Die Studierenden können grundlegende Begriffe und Wirkungsmechanismen der Immobilien- und Regionalökonomie erläutern und in den Kontext nachhaltiger Raumentwicklung einordnen. Sie sind in der Lage, ökonomische Zusammenhänge räumlicher Entwicklungen zu analysieren, unterschiedliche Steuerungsinstrumente hinsichtlich ihrer Wirkungen zu beurteilen sowie einfache Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu erstellen und zu reflektieren. Zudem können sie konventionelle und gemeinwohlorientierte Wirtschafts-, Finanzierungs- und Trägermodelle einordnen und auf konkrete Entwicklungsaufgaben beziehen.

Anforderungen
Anhand einer Grundlagenarbeit oder einer Praxisaufgabe wenden die Studierenden ihr Wissen zu immobilien- und regionalökonomischen Wirkungsmechanismen an. Sie untersuchen ein Instrument, ein Modell oder ein konkretes Entwicklungsvorhaben und reflektieren, wie ökonomische, ökologische und soziale Anforderungen miteinander verbunden werden können. Die Abgabe besteht aus einer schriftlichen Einzel- oder Gruppenarbeit.

Veranstaltungen

Montags, 21.09 bis 12.10.2026

09:30 bis 17:30 Uhr