Master Kollaborative Raumentwicklung
Städtebau, Landschaft & Infrastruktur
TA.KOL_SLI.H2601
Zurück zur Semesterübersicht
Wohnsiedlung Hardau, ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv
Modulverantwortung: Amelie Mayer & Tabea Michaelis
Lehrteam: Marieke Behne, Dominique Peck und Marius Töpfer, studio projektbuero
wissenschaftliche Assistierende: Alessandro Rearte
Inhalt
Um Städtebau, Landschaft und Infrastruktur qualitätvoll und programmatisch (weiter) gestalten zu können und die Schweizer Baukultur in ihrer gelebten Vielfalt fortzuschreiben, ist ein fundiertes Verständnis historischer und gegenwärtiger Planungsprinzipien und Leitbilder erforderlich. Erst das präzise Lesen und Verstehen komplexer städtebaulicher, landschaftlicher und infrastruktureller Zusammenhänge und deren Herausforderungen und Potentiale machen Entwicklungen im relationalen Raum verhandelbar – wobei dieser relationale Raum die Schweiz und damit die Welt ist. Das Modul vertieft immer wieder zentrale und vereinzelt auch peripherere Positionen europäischer Urbanisierung und sucht dem Zusammenhang zwischen Räumen, Regelwerken, Instrumenten und Praktiken nachzugehen – dies sowohl literaturbasiert in der Arbeit mit Texten als auch in praktischen Übungen von der Ortsbegehung, über die Kartierung bis zur Reflektion im Studio.
Unter dem Motto «Stadt, Landschaft, Infrastruktur denken» geht es um die genaue Beobachtung und Aufnahme spezifischer Situationen. Die Einheit «Stadt, Landschaft, Infrastruktur lesen und zeigen» arbeitet verschiedene Schichten der Stadt, Landschaft, Infrastruktur heraus und ermittelt deren Kontextbedingungen, «Stadt, Landschaft, Infrastruktur bauen» untersucht im Detail städtebauliche und architektonische Typologien sowie ihre Rolle im Stadtraum und in der Stadtentwicklung. «Stadt, Landschaft, Infrastruktur sein» fokussiert auf den tatsächlichen Gebrauch von Stadt, Landschaft, Infrastruktur auch im Sinne einer anhaltenden Auseinandersetzung von Verfügungsrechten. Der fünfte Termin dient zur Reflektion sowie der Diskussion offener und weiterer Fragen.
Ziel
Die Studierenden untersuchen theoretische und darstellerische Positionen und Einordnungen des Städtebaus. Sie lernen Positionen und Einordnungen in der Städtebaugeschichte zu verorten und in einen aktuellen Kontext zu stellen sowie ihre Relevanz für die zeitgenössische Praxis zu erfassen beziehungsweise einzuüben.
Anforderungen
Intensive Lektüre, Recherche und kontinuierliches Selbststudium bilden die Voraussetzung für die Teilnahme am Modul. Von den Studierenden wird erwartet, dass sie sich aktiv in Diskussionen und Übungen einbringen, kritisch hinterfragen und reflektieren. Die Inhalte (Inputs, Übungen, Readings) des Seminars werden in einem knappen Booklet zusammengefasst.
Veranstaltungen
Montags, 16.11. bis 14.12.2026
09:30 bis 17:25 Uhr