Master Kollaborative Raumentwicklung

Public Management & Politik

TA.KOL_PM.H2601

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Pratteln @Denkstatt Sàrl, Ben Pohl

Modulverantwortung: Amelie Mayer & Tabea Michaelis
Lehrteam: Ben Pohl mit Gäste Günther Arber und Mika Lanz
Wissenschaftliche Assistierende: Alessandro Rearte & Fidelia Gartner

Inhalt
Fragestellungen der Raumentwicklung sind stets auch gesellschaftliche und politische Fragestellungen. Sie sind mit unterschiedlichen Interessen, Wertvorstellungen und Machtverhältnissen verbunden. Wie Horst Rittel und Melvin Webber, Lucius Burckhardt oder Gabu Heindl zeigen, lassen sich komplexe Planungsaufgaben deshalb nicht allein durch lineare Analyse und die Auswahl einer objektiv richtigen Lösung bearbeiten. Problemverständnisse, Ziele und Handlungsansätze müssen im Prozess ausgehandelt und weiterentwickelt werden.

Aktuelle Herausforderungen wie steigende Wohnkosten, die Diskussionen um den «Klimanotstand» oder regionale Wertschöpfung weisen Merkmale von «Wicked Problems» auf. Bislang dominante Lösungsmuster gelangen dabei an ihre Grenzen. Politik und Verwaltung sind gefordert, neue Strategien und Handlungsweisen zu entwickeln, unter Unsicherheit zu handeln und ihr Vorgehen fortlaufend anzupassen.

Im Zentrum des Moduls steht die Frage, wie öffentliche Verwaltungen im Zusammenspiel mit Politik, Planung und Zivilgesellschaft lernen können. Untersucht wird, wie Erfahrungen in räumlichen Transformationsprozessen entstehen, reflektiert, zwischen Akteur:innen vermittelt und in zukünftige Verfahren, Instrumente oder Organisationsformen überführt werden. Im Herbstsemester 2026/27 fokussieren wir dabei auf Zürcher Transformationsgebiete, der «Schlachthof» und die «Josefswiese».

Das Modul ist als Recherche- und Übersetzungsaufgabe angelegt. Es gliedert sich in vier «Takes» beziehungsweise Explorationsschritte. Die Studierenden entwickeln ein eigenes Erkenntnisinteresse, vertiefen Recherchen und führen Ergebnisse in einer Prozessdokumentation zusammen. Beleuchtet werden Akteur:innen und Rollen, Interessen und Motive, Handlungsspielräume, Verfahren, Instrumente, Konflikte sowie Lernmomente. Die Analysen zielen darauf ab zu erkennen, unter welchen Bedingungen projektbezogene Erfahrungen in institutionelles Lernen der Verwaltung überführt werden können.

Ziel
Die Studierenden können komplexe und wertbehaftete Aufgaben räumlicher Transformationsprozesse als «Wicked Problems» einordnen. Sie analysieren Rollen, Interessen, Zuständigkeiten und Handlungsspielräume von Politik, Verwaltung, Planung und Zivilgesellschaft. Davon ausgehend können sie Veränderungen innerhalb von Planungsprozessen sowie projektbezogene und institutionelle Lernprozesse erkennen, einordnen und hinsichtlich ihrer Bedeutung für weitere Entwicklungsaufgaben beurteilen.

Anforderungen
Durch Inputs, Diskussionen, Exkursionen sowie eigene Recherchen und Analysen erwerben die Studierenden ein vertieftes Verständnis der Rollen und Handlungsmöglichkeiten von Politik und Verwaltung in lernenden Planungsprozessen. Die Semesterabgabe besteht aus einer gemeinsam erarbeiteten Prozessdokumentation und einer Präsentation.

Veranstaltungen

Montags, 19.10 bis 09.11.2026

09:30 bis 17:30 Uhr