Modulverantwortung: Prof. Angelika Juppien
Lehrteam: Prof. Peter Althaus, Franco Bezzola, Hanae Balissat, Ralf Keller, Steffen Hägele, Prof. Angelika Juppien, Matthias Winter
Assistierende: Noemi Grodtke, Julian Holz
Wohnen betrifft uns alle – als eine grundlegende Voraussetzung für Teilhabe, Sicherheit und Lebensqualität. Wie Menschen wohnen, ihren Alltag organisieren und welche Räume ihnen zur Verfügung stehen, prägt individuelle Lebenswelten ebenso wie das gesellschaftliche Zusammenleben. Zugleich spiegeln Wohnformen gesellschaftliche Werte, ökonomische Bedingungen und politische Entscheidungen wider: Sie zeigen, welche Haushaltsformen unterstützt, welche Lebensentwürfe erleichtert und welche Gruppen benachteiligt oder ausgeschlossen werden. Gerade im Wohnalltag zeigt sich, wie tief gesellschaftliche Ordnungen in räumliche Strukturen eingeschrieben sind: in die Trennung von Wohnen und Arbeiten, in Vorstellungen von Familie und Privatheit, in Care-Arbeit, in Fragen von Eigentum, Mietbarkeit, Nachbarschaft, Barrierefreiheit, Energieverbrauch und Ressourcen.
Im Modul PROGRAMM nähern wir uns dem Wohnen aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben architektonischen, typologischen und historischen Fragestellungen berücksichtigen wir auch soziale, kulturelle, politische, ökologische und ökonomische Dimensionen. Wir untersuchen, wie Wohnformen entstehen, welche Alltagspraktiken sie ermöglichen und welche Normalitätsmodelle sie voraussetzen. Ziel des Moduls ist es, ein fundiertes und differenziertes Verständnis des Wohnens in seinen räumlichen, kulturellen und sozialen Dimensionen zu entwickeln. Dabei verstehen wir das Wohnen als menschliches Grundbedürfnis, das in Zeiten globaler Krisen neue architektonische Antworten und ein kritisches, verantwortungsbewusstes Denken erfordert.
Veranstaltungen
Vorlesungsreihen
Freitag, 12.30 - 14.55 Uhr
Termine siehe Agenda Bachelor Intermediate
Seminare
Freitag, 12.30 - 17.45 Uhr
Termine siehe Agenda Bachelor Intermediate