Blockwoche Interdisziplinärer Workshop Bau

Wie entsteht aus fünf Disziplinen eine gemeinsame Strategie? Im «Interdisziplinären Workshop Bau» erarbeiten Studierenden aus fünf Studiengängen Ideen, Analysen und Strategien anhand einer realen Aufgabe. Im September 2026 ging es um die Frage, wie der bestehende Trakt V auf dem Campus Horw weitergenutzt und zu einem Zentrum für Sport und Gemeinschaft transformiert werden kann – und wie dabei mit dem Bestand als wertvoller räumlicher, konstruktiver und materieller Ressource gearbeitet werden kann.

Zwischenpräsentation

Die Zwischenpräsentation der Studierenden aus den Studiengängen Architektur, Bauingenieurwesen, Digital Construction, Gebäudetechnik und Energie sowie Innenarchitektur zeigte dabei nicht nur erste mögliche Antworten auf die Aufgabe. Ebenso wichtig war die intensive Auseinandersetzung mit dem Arbeitsprozess im interdisziplinären Team: unterschiedliche Perspektiven verstehen, Prioritäten aushandeln, Synergien erkennen und aus einzelnen fachlichen Beiträgen schrittweise eine gemeinsame Idee entwickeln.

Schlusspräsentation

Die Schlusspräsentation zeigt weniger ein fertiges Resultat, sondern fasst den Arbeitsstand der Blockwoche griffig unter einem prägnanten Projekttitel zusammen. Ein Konzeptmodell verdeutlicht die gewählte Strategie. Die Studierenden definieren ihre Ziele hinsichtlich ökologischer Nachhaltigkeit.

Planungsstrategie Gruppe E3

Das Projekt «Breathe» der Gruppe um Raphael Scheibler (AR), Marco Spreiter (AR), Marco Hartmeier (AR), Gianna Kunfermann (IA), Dario Bernasconi (GEE), Ariane Krummenacher (BI) und Ricardo Mendes (DC) entwickelt eine Strategie, bei der eine präzise Beobachtung des Bestands zur Grundlage eines neuen Raumkonzepts wird. Die Studierenden stellen ihre Arbeit – entsprechend der involvierten Disziplinen – mit einem einfach nachvollziehbaren Farbcode dar: Blau für Technik, Rot für die Tragstruktur, und Schwarz/weiss für die raumbildenden Elemente der Architektur und Nutzer:innen.

Disziplinäre Vorübung Architektur

In der Vorbereitungsarbeit erarbeiten die Studierenden die Grundlagen ihrer eigenen Fachdisziplin. Auf dieser Basis steigen sie gut vorbereitet in die interdisziplinäre Arbeitsphase.

Vortrag Christina Köchling – Ästhetik der Technik

Die Architektin Christina Köchling beschreibt Technik nicht als nachträglich hinzugefügte Infrastruktur, sondern als «raumbildenden Bestandteil der Architektur». Gebäudetechnik entsteht aus dem Umgang mit natürlichen Bedingungen wie Sonne, Luft, Wasser und Erde und prägt dadurch Form, Material, Grundriss und Atmosphäre. Low-Tech-Systeme – etwa passive Kühlung, Solarnutzung oder Wasserspeicherung – werden sichtbar und räumlich erfahrbar. Technik vermittelt somit zwischen «Klima, Natur, Gebäude und Nutzer» und wird selbst zum Ausgangspunkt des interdisziplinären Entwurfs – für die Studierende ist dieser Forschungsansatz ein spannender Ausgangspunkt und Inspiration zur eigenen Arbeit am Projekt.

Weitere Stories

Weitere Stories