Wärmerückgewinnungssysteme mit/ohne Feuchterückgewinnung

Wärmerückgewinnungssysteme mit/ohne Feuchterückgewinnung

Patrik Füglistaler / Felix Haller

Die Bachelordiplomarbeit befasst sich mit der Analyse verschiedener Wärmerückgewinnungssysteme mit und ohne Feuchterückgewinnung an unterschiedlichen Standorten in der Schweiz. Dabei wird der Fokus auf den Einfluss der Rückgewinnung auf den Luftkühler und den Nachwärmer gelegt. Als Nutzung mit hohen Anforderungen an das Raumklima wird ein Verwaltungsbau gewählt. Eine mechanische Lüftung ist entscheidend bei der Erhaltung der gewünschten Raumsollwerte. Das Ziel ist, die bestmögliche Behaglichkeit im Raum mit dem geringstmöglichen Energieaufwand zu gewährleisten. Aus den Standorten mit den meisten Verwaltungsbauten werden fünf geographisch repräsentative Orte ausgewählt. Die gewählten Standorte sind Basel, Genf, Lugano, Luzern und Zürich.

Abb. 1: Gewählte Standorte

Klimadaten aus der Gegenwart und aus dem IPCC Zukunftszenario A1B werden zur Simulation von verschiedenen Rückgewinnungsvarianten eingesetzt. Die Varianten bestehen aus einer Basisvariante ohne Feuchterückgewinnung, der Variante 1 mit Feuchterückgewinnung und der Variante 2 mit der Möglichkeit zur Umschaltung zwischen zwei Wärmetauschern. Aus den resultierenden Daten werden die einzelnen Einbauten im Lüftungsgerät detailliert betrachtet und der Energiebedarf des gesamten Gebäudes analysiert. Um einen groben Überblick über die Wirtschaftlichkeit zu ermöglichen, wird eine Einschätzung der möglichen Energiekosteneinsparung erstellt. Die Auswertung zeigt eine mögliche Einsparung des Endenergiebedarfes des Gebäudes von bis zu 7 %. 

Abb. 2: Prozentuale Einsparung gegenüber der Basisvariante

Zusätzlich stellt sich heraus, dass die Feuchterückgewinnung nur rund 60 % der Betriebszeit eingesetzt werden sollte. Eine Umschaltung zwischen zwei Wärmerückgewinnungssystemen hat aus diesem Grund einen energetischen Nutzen, wirtschaftlich ist die Variante aber erst ab einer gewissen Anlagengrösse tragbar.

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