Quartierspeicher Meggen

Quartierspeicher Meggen

Aljbiona Hani-Kica / Yannik Zaugg

Der Fokus des Projektes liegt im Nordwesten der Gemeinde Meggen. In nachfolgender Abbildung ist der Bereich dieses Projektes rot umrandet. Dieser umfasst über 60 Gebäude mit 119 Wohneinheiten. Für die Gebäude im gekennzeichneten Bereich wird mit einem Jahresbedarf von rund 820 MWh gerechnet. Die zur Verfügung stehende Dachfläche beträgt über 11000 m². Da die Gebäude in unmittelbarer Nähe zueinander angeordnet sind, kann die Gründung eines ZEV in Betracht gezogen werden.

Abb. 1: Übersicht des Quartieres aus dem Solarpotentialkataster im Geoportal des Kantons Luzern

Das bestehende Netz wurde mittels Simulationsprogramm auf das heutige und die zukünftigen Szenarien getestet. Dadurch ergibt sich eine maximal mögliche Generatorleistung von 1000 kWp. 

Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen haben gezeigt, dass eine Amortisation von Einzelanlagen innerhalb von 20 Jahren möglich ist. Wenn ein Energie- und Lastmanagementsystem eingesetzt wird, kann sich die Amortisationszeit auf 15 Jahre verringern. Aus Gründen des momentan geltenden Rechtes dürfen Speicher zur Erhöhung des Eigenverbrauchs nur in Kombination mit Endverbraucher ans Elektrizitätsnetz angeschlossen werden. Um diese Anforderung bei einem Quartierspeicher zu erfüllen, ist ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch zwingend. Auch dieses Modell kann wirtschaftlich betrieben werden, wobei die Amortisationszeit im optimierten Falle bei 20 Jahren liegt. Dies liegt in erster Linie an den schlechten Amortisationsbedingungen. Durch den hohen Jahresverbrauch innerhalb des ZEV kann das Energiekostenmodell gewechselt werden. Dies hat zur Folge, dass die eingekaufte Energie durchschnittlich nur noch 13 Rp./kWh kostet. Der Einsatz eines Speichers wurde in verschiedenen Variationen geprüft. Ein wirtschaftlicher Betrieb unabhängig der eingesetzten Technologie ist aber nicht möglich. Dies ist wiederum auf die geringen Energiekosten zurückzuführen. Solange dieser nicht deutlich steigt, wird ein gewinnorientierter Betrieb einer Speicheranlage nicht möglich werden. 

Abb. 2: Resultate der Wirtschaftlichkeitsberechnung

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