HLK-Konzeptentwicklung für Fischzuchtanlage

HLK-Konzeptentwicklung für Fischzuchtanlage

Joel Bucher

Diese Bachelor-Thesis befasst sich mit der Erarbeitung eines auf die Fischzucht abgestimmten Gebäudetechnikkonzepts als Grundlage für die Planung einer neuen Indoor-Kreislaufanlage. Der Wasserkreislauf von Zuchtanlagen ist intensiv untersucht und optimiert. Die Raumluft hingegen ist in bestehenden Anlagen schlecht. Der hohe Feuchtegehalt kann zu Korrosion und Schimmel-pilz in der Anlage führen. Die erforderliche Lüftungsanlage muss die Luftqualität und den Mate-rialschutz gewährleisten. Die Betrachtung der gesamten Energieversorgung führt zum Ziel, eine energieeffiziente Anlage zu erstellen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt darin, die Probleme in Fischzuchtanlagen mit ihren Abhängigkeiten zu erkennen und daraus wirkungsvolle Optimie-rungsmassnahmen zu entwickeln. 

Abb. 1: Physikalische Einflüsse in der Fischzuchtanlage 

Die Analyse der Planungsgrundlagen mit dem Aufbau von Aquakulturen, der Einfluss von phy-sikalischen Faktoren (Abb. 1) sowie die Anlagenbedürfnisse legen den Grundstein für die Anla-genanforderungen. Der Sollwertbereich einer Fischzuchtanlage (FZA) unterscheidet sich dabei deutlich von Büronutzungen. Beim Zanderfisch mit einer Beckentemperatur von 21 °C wirkt sich eine Raumtemperatur von 23 °C positiv aus. Eine maximale Raumluftfeuchte von bis zu 70 % spart an Entfeuchtungsenergie unter Einhaltung vom Schutz der Bausubstanz. Die Varian-tenstudie hat ergeben, dass ein hoher Luftwechsel an Betriebsenergie einspart. Unter Berücksich-tigung der Lebenszykluskosten ist eine Lüftungsanlage mit zweifachem Luftwechsel am effizi-entesten (Abb. 2). 

Abb. 2: Prinzipschema Lüftung der empfohlenen Variante

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