Bachelor Architektur Basic
SEMINARWOCHE
„CONCRETE MATTERS“
TA.BA_UMSBAUK.F2601
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„Les Vergottes, Choëx/Monthey (VS), Wohnhausgruppe von P. Zoelly (mit R. Gay), 1973–1976
Modulverantwortung: Alessandro Bosshard
Lehrteam: Predrag Bekcic, Alessandro Bosshard, Andrea Giger, Johannes Ritzer, Martin Wecke
Vom Rohstoff zum Bauwerk – eine Rundreise entlang des Materials Beton
Beton prägt nach wie vor unsere gebaute Umwelt wie kaum ein anderes Material. Er steht für Fortschritt, Effizienz und formale Freiheit – ebenso wie für Ressourcenverbrauch, Emissionen und ökologische Grenzen. Seine Infragestellung ist längst kein neues Thema mehr. Gerade darin zeigt sich eine gewisse Hilflosigkeit: In der Debatte bündeln sich Erwartungen, Ängste und Verantwortungen, die sich nicht allein über Materialentscheidungen auflösen lassen.
Die Blockwoche Concrete Matters nimmt sich diese Ambivalenz zum Ausgangspunkt. Durch das Hinterfragen von Beton gerät das Bauen selbst in den Blick – seine Routinen, seine Versprechen, seine blinden Flecken. Material wird dabei zum Träger gesellschaftlicher Vorstellungen, zum Ausdruck ökonomischer Zwänge, politischer Entscheidungen und kultureller Bilder von Fortschritt.
Wir werden uns durch Industrieanlagen und Wohnbauten bewegen, entlang von Verkehrswegen, Flüssen und Abbaugebieten, hinein in alpine Landschaften. Entlang dieser Spuren liest sich eine Geschichte bis zu den grossen architektonischen Idealen des 20. Jahrhunderts – zu Beton als Hoffnungsträger und kollektives Versprechen. Wir kehren zurück an Orte des Aufschwungs und der Verdichtung, an denen sich die formale Kraft des Betons ebenso zeigt wie seine ökologischen und sozialen Grenzen.
Die Blockwoche sucht keine neuen Rezepte und keine schnellen Lösungen. Im Zentrum stehen gemeinsames Beobachten, Diskutieren und Einordnen – offen für Widersprüche, aufmerksam für Realitäten, ohne den Anspruch, sie aufzulösen.
Veranstaltungen
Concrete Matters
07.09.26-11.09.26, Jura – Wallis – Lyon