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Technik & Architektur

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Sofiia
Valerie
Gasratova

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Werdegang

  • Praktika im Personalwesen als HR-Trainee bei der Terex Global GmbH in Schaffhausen gemacht, sowie im Gastronomiebereich in Zürich bei Bindella Terra e Vita gearbeitet.
  • International Baccalaureate (IB) mit Schwerpunkt Mathematik, Physik und Wirtschaft in International School of Schaffhausen (ISSH) abgeschlossen (Abschlussjahr 2024)
  • Bachelorstudentin im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen

Warum hast du dich für ein Ingenieurinnenstudium entschieden?

Mein Vater hat mein Interesse an Technik schon als Kind unterstützt, deshalb war für mich immer relativ klar, in welchem Bereich ich weitermachen möchte. In der Mittelstufe riet mir meine Mutter jedoch, lieber einen „weiblichen“ Berufsweg wie Design zu wählen, genau diese Worte haben meinen Ehrgeiz erst richtig geweckt. Als sie gemerkt hat, wie leicht mir präzise Fächer wie Mathematik und Informatik fallen, hat sie ihre Meinung schnell geändert. Heute bin ich die einzige Frau in meiner Familienlinie, die ein Ingenieurstudium macht. Ich mag kreative, traditionell „weibliche“ Tätigkeiten immer noch – ich nähe in meiner Freizeit – aber meine Begeisterung für Technik und Business Development ist nie verschwunden.

Was gefällt dir am Studium, bzw. an deiner Arbeit?

Es ist die Möglichkeit, einen echten Einfluss zu haben, die mich am Ingenieurwesen fasziniert. Dieses Feld verbindet so viele unterschiedliche Disziplinen, von denen ich vor zehn Jahren nie gedacht hätte, dass sie überhaupt zusammengehören könnten. Ich lerne gerne Neues und bekomme Einblicke in verschiedenste Branchen. Das Studium ist nicht einfach, besonders weil Deutsch nicht meine Muttersprache ist – aber genau diese Herausforderungen motivieren mich noch mehr. Selbst wenn ich im, zum Beispiel, Steuerungstechnik-Unterricht manchmal völlig überfordert bin, hält mich das nie davon ab, weiterzumachen und alles zu verstehen. Und jedes kleine Erfolgserlebnis, jedes Steuerungsprogramm, das endlich funktioniert, ist für mich ein kleines Fest. Und natürlich motiviert es mich sehr, nach Hause nach Schaffhausen zu kommen und mit meinem Vater über meine Module und Studium zu sprechen – wir interessieren uns oft für genau die gleichen Inhalte. Das ist eine der schönsten Belohnungen für mich.

Welchen Rat gibst du Frauen, die sich für ein Ingenieurinnenstudium interessieren?

Gib nicht auf und sieh jeden Moment als neue Chance. Nach meinem Schulabschluss habe ich ein Jahr lang als Barfrau gearbeitet und mich auf Aufnahmeprüfungen vorbereitet, um die Anforderungen für die HSLU zu erfüllen. Damals frustrierend, heute weiss ich, wie viel stärker mich diese Zeit gemacht hat. Und die Meinung anderer sollte deinen Weg nie bestimmen. Wenn du etwas wirklich willst, mach den Schritt – vielleicht nicht perfekt, aber deiner, und genau das zählt. Interessiere dich für alles! Genau so findest du heraus, was zu dir passt. Ich habe mich vor Wirtschaftsingenieurwesen für fast alles beworben: Mathematik, Philosophie, Aviatik, Banking und Finanz, Hotellerie, sogar Textil- und Modedesign. Am Ende wurde mir klar, dass mein Platz an der Schnittstelle von Technik, Business und Kreativität liegt – genau deshalb bin ich heute hier.