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Technik & Architektur

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Jelena
Jugovic

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Werdegang

  • Medizintechnik Studium
  • Informatikerlehre und Medizininformatikerin (12 Jahre)
  • Quality Assurance Managerin, SteelcoBelimed (1 Jahr)

Warum hast du dich für ein Ingenieurinnenstudium entschieden?

Ich wollte ursprünglich Grafikdesign machen, bin dann aber über meine Informatiklehre und die Arbeit im Gesundheitswesen in Kontakt mit Medizintechnik gekommen. Die Kombination aus Logik, Technik und medizinischem Nutzen hat mich sofort fasziniert. Schon als Kind war ich schnell begeistert von naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und von der Frage, wie Dinge überhaupt entstehen und funktionieren. Sei das ein Tunnel, ein Flugzeug oder ein Computer. Ich fand es spannend zu verstehen, wie man solche technischen Systeme entwickeln und realisieren kann. Diese Neugier hat mich dann auch zum Ingenieurstudium geführt.

Was gefällt dir am Studium, bzw. an deiner Arbeit?

Die Vielfalt. Ein Ingenieurstudium eröffnet viele Wege. Man lernt, logisch zu denken, Probleme zu lösen und Systeme zu verstehen. In meinem heutigen Job in der Medizintechnik arbeite ich in einer Schnittstellenrolle zwischen verschiedenen Bereichen wie Entwicklung, Produktion und Produktmanagement. Genau dafür ist mein technischer Hintergrund extrem wertvoll, ich kann unterschiedliche Perspektiven verstehen, übersetzen und zusammenbringen. Mein Ingenieurstudium hat mir einen vielseitigen Rucksack mitgegeben. Ich finde es schön, dass meine ursprüngliche Leidenschaft für Design im technischen Umfeld einen Platz findet. Technik ist für mich nicht nur Zahlen, sie hat auch viel mit Struktur, Gefühl für Form und Kreativität zu tun.

Welchen Rat gibst du Frauen, die sich für ein Ingenieurinnenstudium interessieren?

Viele Frauen haben Respekt vor Mathe und das kenne ich gut. Ich war zwar immer stark in Mathe, mochte es aber trotzdem nicht besonders und hätte mir ein Ingenieurstudium lange nicht zugetraut. Erst durch die Ermutigung meines Bruders während der Berufswahl habe ich den technischen Weg ausprobiert und gemerkt, wie gut er zu mir passt. Ebenfalls denke ich, dass es wichtig ist eine gute Durchmischung von Frauen und Männern zu haben, um so verschiedene Erfahrungen und Denkweisen zusammenzubringen. Es gibt Ingenieurstudiengänge, die stärker mathelastig sind und solche, die breiter aufgebaut sind. Es bedeutet nicht, dass man später im Beruf täglich komplizierte Berechnungen lösen muss. Die Jobs sind vielfältig und reichen von klassischen technischen Rollen bis hin zu Schnittstellenpositionen in Qualitätsmanagement, Projektleitung oder Produktentwicklung. Ein Ingenieurstudium öffnet Türen zu unterschiedlichen Karrierewegen, auch zu solchen, die man vorher gar nicht auf dem Radar hatte.