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Technik & Architektur

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Werdegang

  • Gymnasiale Maturität (Schwerpunkt Physik und Anwendungen der Mathematik)
  • Bachelor in Bauingenieurwesen in Burgdorf (2017-2019)
  • Projektingenieurin bei Emch+Berger AG Bern im Bereich Brückenbau (2019-2023)
  • Master Bauingenieurwesen HSLU (mit Anstellung als Masterassistentin am IBI) (seit 2023) Vertiefung: Ermüdungsverhalten von Duplex-Bewehrungsstahl
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Warum hast du dich für ein Ingenieurinnenstudium entschieden?

«Mir gefällt es mit dem Helm auf der Baustelle zu sein und kann mir gut vorstellen Bauingenieurin zu werden.» – 12-jährige Ines, Schnuppertagebucheintrag in der 7. Klasse, 2009. In der Oberstufe empfahl unser Lehrer allen ohne Schnupperstelle, das Bauingenieurwesen in Betracht zu ziehen, da dort ein grosser Fachkräftemangel bestehe. Zwar konnte ich mir damals noch nicht genau vorstellen, was dieser Beruf umfasst, doch dieser Tagebuchausschnitt zeigt bereits meine frühe Faszination für die Baubranche. Danach richtete ich meinen Weg auf ein klares Ziel aus: Bauingenieurin zu werden.

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Was gefällt dir am Studium, bzw. an deiner Arbeit?

Das Bachelorstudium vermittelte mir eine solide theoretische und praxisorientierte Grundlage, dennoch wollte ich anschliessend direkt in die Praxis einsteigen. Als Projektingenieurin im Brückenbau entdeckte ich meine Leidenschaft für den Beruf: Von der Planung bis zur Ausführung mitzuwirken und zu sehen, wie aus einer Idee ein Bauwerk entsteht, das mich überdauern wird. Nach viereinhalb Jahren entschied ich mich für ein Masterstudium im konstruktiven Ingenieurbau an der Hochschule Luzern, um meine technischen Kenntnisse zu vertiefen und den wissenschaftlichen Bezug zur Praxis zu stärken. Dabei erhielt ich erstmals Einblick in die Forschung und konnte beim Belasten von Versuchskörpern bis zum Bruch unmittelbar beobachten, wie Tragwerke versagen. Für meine Masterarbeit führte ich an der Empa in Dübendorf Ermüdungsversuche an Duplex-Bewehrungsstahl durch. Die praktischen Erfahrungen im Versuchslabor sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Forschungsinstitutionen – ermöglicht durch meinen Advisor – vertieften mein Verständnis dafür, worauf unsere Berechnungsnormen in der Praxis beruhen.

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Welchen Rat gibst du Frauen, die sich für ein Ingenieurinnenstudium interessieren?

Sei mutig und sei neugierig! Gerade wir Frauen neigen oft dazu, uns selbst zu unterschätzen und uns mit anderen zu vergleichen. Doch für diesen Weg braucht es vor allem Interesse, Offenheit und die Freude daran, Neues zu entdecken. Denn in unserer Branche besteht nach wie vor ein grosser Fachkräftemangel, und das Potenzial für Frauen ist enorm. Es lohnt sich deshalb schnuppern zu gehen, Fragen zu stellen, sich zu informieren – und vor allem, sich zu trauen!