Edith
Birrer
Werdegang
- Informatik-Studium an der ETH
- Arbeit bei Schindler in Japan (7 Monate)
- danach bei Schindler Informatik AG (16 Jahre in verschiedenen Positionen)
- Jetzt angestellt an der HSLU T&A als Senior Wissenschaftliche Mitarbeiterin (seit 2013), Institut Elektrotechnik
Warum hast du dich für ein Ingenieurinnenstudium entschieden?
Computer haben mich schon in der Kindheit fasziniert. Ich wollte den Computer aber nicht nur benutzen, sondern ihm auch sagen, was er zu tun hat. Ausserdem ist Informatik nur ein Werkzeug, anwenden kann man es überall, in jedem Bereich. Diese Offenheit hat mich fasziniert – ich musste mich noch nicht entscheiden, ob ich nicht doch lieber Umweltnaturwissenschaften oder Biologie studieren sollte. Denn auch dort werden Leute gebraucht, die Informatik verstehen. Es war also eine sehr vielseitig anwendbare Ausbildung.
Was gefällt dir am Studium, bzw. an deiner Arbeit?
Die Fragestellungen und Aufgaben sind immer wieder neu. Und um sie zu lösen, braucht es einerseits das erlernte und im Beruf verfeinerte Handwerk, andererseits viel Intuition, Fantasie und Kreativität. Also eine super Mischung!
Welchen Rat gibst du Frauen, die sich für ein Ingenieurinnenstudium interessieren?
Mach dein Ding! Lasst dich nicht davon abschrecken, wenn es nur wenige Frauen hat. Wenn du die einzige bist, bist du unvergleichlich – du setzt den Standard! Und wenn du mal meinst, alle anderen um dich herum wüssten viel mehr – bei näherem Hinsehen stimmt dies meist nicht. Ausserdem: Um «technische Probleme» zu lösen, ist es wichtig, sie zu verstehen. Dafür muss man meist gut mit den Menschen kommunizieren und sich in sie hineinversetzen können. Es braucht also viel Kommunikations-Fähigkeiten, «nur Technik-Freaks» sind häufig gar nicht so gute Ingenieure.