Andrea
Brauch
Werdegang
- Lehre Mediamatiker (mit technischer BM)
- Bachelor of Science in Wirtschaftsingenieurwesen | Innovation
- Projektmanagement-Erfahrung bei Roche/Siemens/ASE/Universität Basel Militär
- MAS Wirtschaftsingenieurwesen (laufend)
Warum hast du dich für ein Ingenieurinnenstudium entschieden?
Technik und Wirtschaft haben mich schon früh gleichzeitig angezogen und habe gemerkt, dass ich mich genau zwischen diesen beiden Bereichen am meisten zuhause fühle. Ich wollte verstehen, wie technische Lösungen entstehen – aber auch, wie Entscheidungen im Unternehmen getroffen werden und welche wirtschaftlichen Überlegungen dahinterstehen. Genau diese Schnittstelle zwischen Technik und Wirtschaft hat mich dann schlussendlich ins Ingenieurinnenstudium geführt. Besonders spannend finde ich bis heute, dass ich dadurch oft eine Art Brückenfunktion einnehmen kann: Ich kann komplexe technische Zusammenhänge verständlich erklären und gleichzeitig strategisch mitdenken. Dass ich das Studium in Teilzeit absolvieren kann, war für mich zusätzlich ein entscheidender Punkt, weil ich so die Praxis im Beruf, Studium und Alltag gut miteinander verbinden kann.
Was gefällt dir am Studium, bzw. an deiner Arbeit?
Am Studium gefällt mir besonders, dass Theorie und Praxis so eng miteinander verknüpft sind. In den Projektarbeiten wird das Gelernte plötzlich richtig greifbar: Man arbeitet im Team an konkreten Fragestellungen, plant Abläufe, teilt Aufgaben auf, löst Probleme und merkt dabei schnell, wie zentral gutes Projektmanagement, Kommunikation und Organisation sind. Genau diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wertvoll interdisziplinäre Zusammenarbeit ist. Gleichzeitig schätze ich die grosse Flexibilität im Studium sehr: Durch Wahlfächer und einen individuell gestaltbaren Stundenplan konnte ich meine eigenen Interessen vertiefen und aktiv mitentscheiden, wohin meine Reise gehen soll. Diese Mischung aus Eigenverantwortung, Teamarbeit, Praxisbezug und technischer Herausforderung begleitet mich heute auch in meinem Arbeitsalltag. Genau diese Kombinationen sind es, welche mich im Studium wie auch im Beruf jeden Tag aufs Neue motivieren.
Welchen Rat gibst du Frauen, die sich für ein Ingenieurinnenstudium interessieren?
Ich würde jedem raten: Hört auf euer Bauchgefühl und traut euch diesen Schritt wirklich zu. Wenn euch Technik und komplexe Zusammenhänge interessieren, dann bringt ihr bereits die wichtigsten Voraussetzungen mit. Natürlich gibt es Phasen im Studium, die fordernd sind – besonders die mathematischen Grundlagen verlangen Durchhaltevermögen, gute Organisation und manchmal auch ein bisschen Geduld mit sich selbst. Aber genau daran wächst man enorm. Wichtig ist, dass man sich nicht von Zweifeln oder von aussen verunsichern lässt, sondern den eigenen Weg konsequent weitergeht. Und ganz ehrlich: Ich selbst hätte mir früher nie vorstellen können, einmal ein Ingenieurinnenstudium zu absolvieren – wenn meine damalige Mathematiklehrerin das heute wüsste, würde sie vermutlich erst einmal ungläubig den Kopf schütteln. Und genau aus diesem Grund, hört auf euch und macht das Studium, welches euch Spass macht.