Future Forum Lucerne

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18. März 2020 im Südpol, Kriens

Der globale Lebensstandard ist seit 1945 durchschnittlich exponentiell gestiegen – mit sicht- und spürbaren Konsequenzen für Geist und Klima. Vieles ist komplexer, süsser, fertiggemachter. Wir werden non-stop unterhalten, sind mobiler denn je und sind dennoch vor allem eines: gestresst. Es drängt sich die Frage auf: Was wäre, wenn wir für einmal mehr von weniger machen würden? Was brauchen wir und was braucht vor allem die Welt wirklich?

«Mehr von weniger»

Am Future Forum Lucerne 2020 wollen wir gemeinsam fokussieren: Wie können wir unseren Alltag verbessern? Was bedeutet das Leitmotiv «Mehr von weniger» für strategisches Denken und die Zukunftsgestaltung? Führt das Genug, das Massvolle Richtung intensiver, sinnlicher und konzentrierter, konstruktiver?

Impressionen Future Forum Lucerne 2019

Das Programm ist da!

Die Challenges

Die Challenges am Future Forum Lucerne 2020 werden unter dem Leitmotiv «Mehr von weniger» sowie den Sustainable Development Goals der UNO stattfinden. Mit den 17 globalen SDGs hat die UNO den Rahmen für das, was wir als Menschen im Bereich Material und Kultur brauchen, beschrieben und die Weltgemeinschaft aufgefordert, sich bis 2030 klug und solidarisch anzupassen. Wir nehmen uns dieser Herausforderung an und stellen zudem das SDG4 «Bildung» ins Zentrum des Future Forum 2020: Die heutigen Studiums-Absolvent*innen werden in den nächsten 10 Jahren intensiv mit ihrem Wissen zur Erfüllung der SDGs beizutragen.

Doch geben wir ihnen die richtigen Werkzeuge dafür mit? Die Aufgabe der Hochschulen und Universitäten als Institution ist längst nicht mehr nur die Vorbereitung auf die Arbeitsrealität. In eine nachhaltige, zukunftsträchtige Ausbildung gehört auch die Reflexion darüber, welche Veränderungen nötig sind, um nicht nur «Mehr», sondern auch ein massvolles «Mehr von weniger» anbieten zu können. Das Future Forum Lucerne bietet mit der Verbindung zwischen Praxisfragen und Zukunftsgestaltung die Möglichkeit, diese komplexe Aufgabe gemeinsam zu bearbeiten.

Gemeindeverwaltungen sind von der rasant voranschreitenden digitalen Transformation vor neue Herausforderungen gestellt. Noch ist unklar, was eine digital transformierte politische Kommunikation und Gemeindearbeit involviert. Wie kann sich beispielsweise die Gemeinde Emmen die dafür erforderliche Kultur aneignen? Im ‚Emmen Challenge‘ geht es darum, die Grundlagen einer digitalen Strategie für die Gemeinde Emmen zu ermitteln. Die Gemeinde Emmen hat sich in internen Workshops bereits intensiv mit den eigenen Aktivitäten und Abläufen auseinandergesetzt. Das Future Forum Lucerne bietet jetzt die Möglichkeit, an diesen Fragen weiterzuarbeiten und die zentralen Stossrichtungen der digitalen Strategie Emmen festzulegen.

In der Wohnwerkstatt-Labor Challenge möchte das Wohnwerk Luzern die Idee einer Plattform für Studierende, Kulturschaffende und Wissenschaftler*innen weiterentwickeln. Dabei geht es darum, dass das Wohnwerk Luzern halbjährlich ein Thema zu Wohnen und Arbeiten der Zukunft ausschreiben möchte, zu dem künstlerisch und akademisch geforscht werden kann. In der Future Forum Challenge geht es nun darum, diesen Ansatz weiterzudenken und mit innovativen Ansätzen anzureichern, sodass die Voraussetzungen für den Prozess möglichst optimal und attraktiv für die Forschenden ausgestaltet sind und andererseits der Zugang für eine möglichst breite Öffentlichkeit erschaffen werden kann.

Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Thema für Produktionsabläufe auch am Arbeitsplatz gibt es einiges an Aufholbedarf. Weg mit den Einwegbechern, her mit nachhaltigem Kaffee? Einfacher gesagt als getan! In unserer Konsumkultur haben wir uns an einen gewissen Standard gewohnt. Dazu gehört eben manchmal auch Einweggeschirr und Wasser aus PET-Flaschen, statt das gute Schweizer Hahnenwasser. Da kann Verzicht schonmal ziemlich schwer fallen.

CKW stellt die Challenge mit den Fragen: Wie können wir neue nachhaltige Gewohnheiten am Arbeitsort entwickeln und leben? Wie können wir unseren Arbeitsalltag so gestalten, dass die Vorschläge von allen Mitarbeitern getragen werden und dadurch auch umsetzbar sind? Welche Motivation braucht es dazu und kann der Arbeitsplatz Vorreiter sein, um diese Herausforderung für die Zukunft zu erleichtern?

Hochschulen setzen sich immer mehr mit Nachhaltigkeit auseinander, doch in der Praxis reicht es meistens nicht aus. Hochschulen haben eine einzigartige Möglichkeit, Pionierarbeit zu leisten und eine führende Rolle in Sachen Bildung für nachhaltige Entwicklung auf der ganzen Welt sowie für die Gesellschaft zu übernehmen. Die Sustainability Week Switzerland möchte Nachhaltigkeit sinnvoll in allen Bereichen (Lehre, Forschung, Kampus, Governance, Strategie, Dialog mit der Öffentlichkeit) der Hochschulen verankern und Entscheidungstragende dabei unterstützen. Wie können die Entscheidungstragenden der Bildungslandschaft von diesem Potenzial überzeugt und die notwendigen Initiativen und Räume im Hochschulalltag geschaffen werden?

Die Key Questions

Am Future Forum Lucerne besuchen Sie keine dieser trockenen, scheinbar unendlich langen Konferenzen. Im Gegenteil: Sie besuchen eine Un-Konferenz voller Inspiration, Experimente und Kreativmethoden, die Sie ganz bestimmt noch nicht in Ihrem Repertoire haben. Ein Tag, der keinem gewöhnlichen Arbeitstag gleicht. Ein Tag mit IMPACT.

Marie Claire Graf

Marie-Claire Graf ist Studentin und engagierte Fürsprecherin der Jugend für nachhaltige Entwicklung und ambitionierte Klimaziele. Sie ist Mitgründerin der Klimastreikbewegung in der Schweiz und diversen Nachhaltigkeitsprojekten, unter anderem der Sustainability Week Switzerland und dem internationalen Pendant dazu. Sie hat als Schweizer Jugend-Klima-Champion der Vereinten Nationen am Klimagipfel in New York teilgenommen und war Mitglied der Schweizer Delegation an der 25. Weltklimakonferenz. Ihr Ziel ist es, Jugendliche zu inspirieren und zu befähigen, sinnvolle, wirkungsvolle und positive Aktionen zu unternehmen, um eine Dynamik für Veränderungen zu schaffen. Sie initiierte und leitet mehrere Initiativen in den Bereichen Bildung, Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Jugend- und Frauenförderung.

Die Methoden

Jede Zukunftsfrage bzw Challenge wird am Future Forum Lucerne von einer Gruppe intensiv bearbeitet. Jede Gruppe wird von einem Team vom Zukunftslabor CreaLab moderiert. Die Bearbeitung geschieht in drei Phasen:

  1. Analyse der Fragestellung und erarbeiten von vielfältigen Lösungsansätzen
  2. Konsolidierung und Ausarbeitung ausgewählter Lösungsansätze
  3. Konsolidierung und Ausarbeitung ausgewählter Lösungsansätze

Die verwendeten Methoden werden massgeschneidert auf die jeweilige Fragestellung und Phase im Prozess angepasst. Es sind vor allem Methoden, die ausserhalb des klassischen Management-Repertoires liegen. Nur so kann es wirklich gelingen, in die Zukunft zu denken und Lösungen zu entwickeln, die in der Zukunft Bestand haben.

Im Folgenden finden Sie hier beispielhaft einige Methoden, die in den letzten Jahren verwendet wurden.

Weitere Methoden findest du auf becreate.ch.

Yesanding

Die Kernprinzipien der Methode liegen im Akzeptieren von Gegebenem, im Arbeiten mit der vorhandenen Energie und der intuitiven Kollaboration innerhalb einer Projektgruppe. ‚Yesanding‘ bewirkt eine unmittelbare Beschleunigung und Qualitätsverbesserung von Projektarbeit auf der Basis der Beziehungsgestaltung der Projektmitglieder. öffnend

Szenische Reflektion

Die schauspielbasierte Methode erlaubt es, durch das szenische Spiel wegzukommen von starren Denkmustern und hin zu ergebnisorientiertem offenen Denken, das Freude bereitet. öffnend oder konsolidierend

Write up! – kreatives Schreiben und Erzählen

Zehn ausgewählte Wörter und daraus eine Geschichte über die Herausforderung und Lösungen der Gruppe schreiben? Creative writing activities helfen, mehr an Gedanken, Ereignisse und Einzelheiten hervorzubringen, als es eine ganz konkrete Analyse und Lösungssuche je könnte. öffnend oder konsolidierend

Guerilla Intermission

Räumliche Experimente dienen als Prototypen in diesem Design-Building Workshop. Sie erfahren Innovations-Prototyping, das Arbeiten unter Zeitdruck und das Entstehen spontanem Enthusiasmus. Am Ende der Zusammenarbeit diskutieren und dokumentieren wir die Auswirkung von innovativem Handeln, Timing und die Dynamiken und Freude, welche aus zufälligen Akten von Enthusiasmus entstehen können. vorwiegend konsolidierend

3x Storytelling

Unterschiedliche Storytelling-Ansätze werden verwendet, um zuerst die Hauptaspekte des Challenges zu isolieren und dann konkrete Lösungsansätze zu entwickeln und zu bewerten. öffnend oder konsolidierend

Zum Mars und zurück

Eine komplexe Problemstellung kann mit kreativen, unkonventionellen Methoden und neuem Denken zu einem echten Mehrwert führen, wenn es gelingt, neu zu denken, sich als Teil eines Systems, einer Vernetzung zu verstehen und sich die darin befindlichen Ressourcen nutzbar zu machen. In diesem Workshop treffen die Teilnehmenden auf unerwartete Gäste, die bei der Lösungsfindung partizipieren. vorwiegend konsolidierend

Problemzentrierte Prototypen-Mediation

Diese Methode beinhaltet „hands-on“ Vorgehen, mit denen Probleme in Objekte übersetzt werden. Diese Objekte dienen als Medium, um Einsichten zu generieren, die uns erlauben, das Problem in einem neuen Licht zu sehen. vorwiegend konsolidierend

Bist du dabei?

18. März 2020 im Südpol, Luzern

Am 18. März wird intensiv in den Innovations-Workshops gearbeitet, was die ideale Gelegenheit bietet, diese Art des Arbeitens genauer kennenzulernen!

Am 19. März erarbeiten wir mit den Challenge-Gebern die Szenarien zu konkreten Handlungsempfehlungen weiter aus. Selbstverständlich dürfen “normale” Teilnehmende auch bleiben und weiterarbeiten.

Preise

Regulär
Standard: CHF 600
Studierende: immer noch CHF 10

Early Bird (bis 31. Januar 2020)
Standard: 
CHF 450

Studierende: CHF 10

Location

Das Future Forum Lucerne 2020 wird wieder im Südpol stattfinden!

Anfahrt Südpol

Am besten erreichst du das Südpol mit dem Fahrrad oder mit der ÖV. Der Bus Nr. 14 (ab Bahnhof Luzern Richtung Horw Zentrum) hält direkt vor dem Haus. Die Haltestelle heisst Südpol.
Eine Wegbeschreibung findest du via Google Maps, die Zugverbindgungen kannst du via SBB nachschauen. Der Bus Nr. 14 (ab Bahnhof Luzern Richtung Horw Zentrum) hält direkt vor dem Haus. Die Haltestelle heisst Südpol. Parkplätze hat es nur limitiert zur Verfügung – deshalb wird als Ausweichmöglichkeit das Parkhaus Nidfeld empfohlen.