Resultate zum Classic Vision’s Workshop (Demo)

Die Gesellschafter der Firma classicVision AG haben festgestellt, dass die gängigen Angebote im Internet bisher nur ungenügend nutzerfreundlich sind und bisher die lokalen Werbemarkt nicht voll ausschöpfen. Gleichzeitig fehlen Möglichkeiten professionelle, und authentische Möglichkeiten für Künstler, sich im Internet darzustellen. Stattdessen dominieren isolierte Webseite in Kombination mit wenig bedeutenden und oft wenig authentischen Social-Web Aktivitäten. Das Inno-Scheck prüfte deshalb, ob und wie der Ausbau ihrer Plattform «Classic Vision» mit zu entwickelnden attraktiven Angeboten für die oben genannten unterschiedliche Zielgruppen im Rahmen eines Kulturkalenders umgesetzt werden könnte. Kriterien waren dabei die wirtschaftliche Nachhaltigkeit, Anschlussfähigkeit (an die bestehende Plattform) und attraktives Design für die Zielgruppe.

Im Zentrum stand dabei die Frage, ob und wie sich heterogene (und z.T. semi-professionelle) Inhalte für ein anspruchsvolles Klassik-, und Werbe-Publikum zur Verfügung stellen lässt. Die Bearbeitung dieser Fragestellung erfolgte in Workshops mit internen und externen Experten. Insbesondere das gemeinsame analysieren und priorisiern (anhand von Texten des Projektes und anhand von Bildern) führte zu wertvollen Erkenntnisse über teilweise divergierende Perspektiven auf das Projekt bei den Projektmitgliedern:

Festgestellt wurde insbesondere, dass z.T. unterschiedlichen Ideen zum Kern des Projektes bestehen (z.B. Aufbau und Einbindung einer Classic-Community (inkl. Künstlern) oder intuitive Nutzerführung und «zum geniessen einladen»).

Es wurden drei Haupt-Konzepte isoliert:Bildschirmfoto 2015-12-15 um 15.56.21

Das Kameloman-Konzept verweist auf ein stark Community-geprägtes Projekt, wo Nutzer auch für Nutzer Hinweise machen können. Hier tönt eine Web 2.0-Logik an, welche nicht mehr klar zwischen Sender und Empfänger oder Produzent und Konsument unterscheidet. Die Plattform ist dynamisch konzipiert.

Das Clasicow-Konzept hingegen stellt andere Werte in den Vordergrund: Hier geht es darum, Investoren durch eine technisch hochwertige Plattform mit einwandfreiem Betrieb (Standbeine) zu überzeugen. Die Plattform ist im Kern ein erstklassiges Schaufenster mit Spitzenangeboten für Musik-Liebhaber und für und Musik-Talente (die sich präsentieren können), welche sich hier präsentieren können. Der Austausch ist im Grunde eher auf der Ebene von realen Konzerten angedacht. Mäzenen könnten z.B. an Preview-Anlässe eingeladen werden etc.

Das Octopus-Konzept: Dies ist die Veranstalter-Plattform mit Armen in alle Bereiche. Veranstalter erhalten die Möglichkeit ihre Konzerte, events etc. in einem attraktiven Umfeld zu bewerben und direkt mit den Künstlern (z.B. Künstler-Videos) zu verlinken. Auch diese Idee ist eher statisch gedacht.

Schlussfolgerungen:
Die identifizierten Unterschiede in den Perspektiven beeinflussen die weitere Entwicklung von Classic Vision auf zwei Ebenen: auf der Ebene der Aussenwirkung und auf den Projektprozess: Weil unterschiedliche Vorstellungen bestehen zur Grundidee des Projektes, unterscheiden sich auch die Vorstellungen von Exzellenz in diesem Projekt. Hinzu kommt, dass die geplante gleichzeitige Entwicklung unterschiedlicher Projektaspekte eine Gefahr für Classic Vision darstellt, weil nur sehr begrenzte Ressourcen zur Verfügung stehen. Ein möglicher Ausweg wären Investoren, welche sich selber genau mit der Schnittstelle des Projektes identifizieren können (also sowohl extrem Technik- als auch Klassik-affin sind). Die unterschiedlichen Perspektiven auf das Projekt machen die Projektidee ausserdem schwierig vermittelbar und auch finanzierbar, weil kein einheitliches Bild der Geschäftsidee entsteht.

 

Das KTI-Inno-Scheck Projekt Classic Vision ist eine Machbarkeitsstudie zu einer Online-Plattform für klassische Musik. Weitere Infos dazu hier.

Leave a comment