{"id":121,"date":"2025-05-20T16:17:35","date_gmt":"2025-05-20T14:17:35","guid":{"rendered":"https:\/\/test.sites.hslu.ch\/cooldown\/?page_id=121"},"modified":"2026-06-16T15:59:23","modified_gmt":"2026-06-16T13:59:23","slug":"ueberdasprojekt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/sites.hslu.ch\/cooldown\/ueberdasprojekt\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Projekt"},"content":{"rendered":"\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Forschungsprojekt<\/strong><br>Das Forschungsprojekt \u201eCool Down\u201c erprobte verschiedene K\u00fchlkonzepte, um die sommerliche Hitze f\u00fcr pflegebed\u00fcrftige und betagte Bewohner:innen ertr\u00e4glicher zu machen. Untersucht wurden innovative L\u00f6sungen, die im Raum, in der N\u00e4he oder direkt am menschlichen K\u00f6rper wirken und ohne zus\u00e4tzliche Raumk\u00fchlger\u00e4te auskommen. Dabei wurden Sinnesreize im Bereich der visuellen, akustischen, taktilen und olfaktorischen Wahrnehmung ausgew\u00e4hlt und den Bewohner:innen f\u00fcr ihre Zimmer angeboten. Zu diesem Zweck wurden Erkenntnisse und Studien aus der Experimentellen Psychologie herangezogen, die sich auf die multisensorische Wahrnehmung beziehen. Im Projekt \u201eCool Down\u201c wurden diese Erkenntnisse in einem anwendungsorientierten Forschungsdesign in Form eines Living Labs in einem Pflegeheim der Viva Luzern in die Praxis umgesetzt. In diesem Living Lab arbeiteten Forscher:innen, Unternehmen, Pflegekr\u00e4fte und Bewohner:innen zusammen und betrieben transdisziplin\u00e4re Forschung zur Verbesserung des Wohlbefindens w\u00e4hrend sommerlicher Hitzeperioden. Das Ziel war, mittels partizipativer und kooperativer Methoden Transformationsprozesse anzustossen und wissenschaftliche sowie gesellschaftliche Lernprozesse zu festigen. Das Gesamtergebnis ist in der Toolbox zusammengestellt und in Form dieser Webseite f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Projektdauer<\/strong><br>2022\u20132026<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Vorgehen und Methode<\/strong><\/summary>\n<p>Acht Bewohner:innen (78-95 Jahre) eines Pflegeheims der Viva Luzern haben mit Unterst\u00fctzung von Pflegepersonen am Forschungsprojekt teilgenommen. Rekrutiert wurden sie von uns mit einem Einladungsschreiben f\u00fcr einen Startworkshop. Am Startworkshop wurde das Projekt und die r\u00e4umlichen Reize vorgestellt sowie weitere Bed\u00fcrfnisse und W\u00fcnsche gekl\u00e4rt. Die Auswahl der entsprechenden Reize (Farbe, Ger\u00fcche, Textilien, Pflanzen und Kl\u00e4nge) wurde vorab auf Basis von bestehenden Studien aus dem Bereich der Experimentellen Psychologie getroffen. Die Teilnehmer:innen hatten anschliessend Zeit, die Reize, die in Form von Proben und Mustern im Pflegeheim ausgelegt waren, auszuprobieren und sich f\u00fcr maximal 3 Reize zu entscheiden, bevor sie in ihrem Zimmer implementiert wurden. Das heisst, W\u00e4nde wurden, wo gew\u00fcnscht, gestrichen, Bettw\u00e4sche besorgt, Vorh\u00e4nge gen\u00e4ht und Diffusoren f\u00fcr den Geruch besorgt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel des Projektes war es, mittels Interviews und Regressionsanalyse sowohl qualitative als auch quantitative Daten zu erheben, um den Einfluss einzelner Reize sowie deren Kombinationen auf das subjektive thermische Wohlbefinden Hochbetagter zu ermitteln. F\u00fcr die Datenerhebung wurden folgende Methoden verwendet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Kurz-Interviews mit den Teilnehmer:innen (3 Runden)<\/li>\n\n\n\n<li>Biografische Interviews mit den Teilnehmer:innen<\/li>\n\n\n\n<li>Quantitative Befragungen zu Wohlbefinden und Gesundheit; kombiniert mit Temperatur-\/Luftfeuchtigkeitsmessungen<\/li>\n\n\n\n<li>Beobachtungsnotizen von Forscher:innen und Pflegepersonal<\/li>\n\n\n\n<li>Fotodokumentation<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Datenanalyse<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Quantitative Befragungen: Das extra entwickelte digitale Tool erwies sich im Kontext eines Pflegeheims als wenig praxistauglich. Trotz Schulung der Pflegekr\u00e4fte f\u00fchrte die angestrebte t\u00e4gliche Befragung (2023) zu einem strukturellen Overload w\u00e4hrend der Erhebungsphase (Personalmangel, Personalwechsel, Urlaubszeit). Auch die Reduktion auf drei Erhebungen pro Woche (2024) verbesserte die R\u00fccklaufquote nicht. Zudem empfanden die Bewohner:innen die repetitiven Fragen als wenig sinnvoll und st\u00f6rend.<\/li>\n\n\n\n<li>Qualitative Daten: W\u00e4hrend biografische Interviews wenig Erkenntnisgewinn brachten, lieferten Kurzinterviews mit den kognitiv fitten Bewohner:innen in ihren Zimmern wertvolle \u201eSchlaglichter\u201c. Die M\u00f6glichkeit, die Reize selbst auszuw\u00e4hlen trug zum einen dazu bei, dass das Projekt eine breite Akzeptanz bei den Teilnehmer:innen hatte und zum anderen zum subjektiven thermischen Wohlbefinden w\u00e4hrend Hitzephasen beitrug.<\/li>\n\n\n\n<li>Triangulation: Um Datenl\u00fccken zu schlie\u00dfen, wurden eine erweiterte Literaturanalyse, Beobachtungen des Forschungsteams sowie einzelne R\u00fcckmeldungen der Pflegenden herangezogen. Diese st\u00fctzen die Wirksamkeit eines multisensorischen Ansatzes in Kombination mit der Kontrolltheorie (Auswahl) aus der Umweltpsychologie.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/details>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details has-medium-font-size is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Fazit und Ausblick<\/strong><\/summary>\n<p>Die Studie verdeutlicht die Komplexit\u00e4t von Forschung im Pflegekontext:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Heterogenit\u00e4t &amp; Fluktuation: K\u00f6rperliche und kognitive Unterschiede sowie eine hohe Fluktuation (Abnahme von 8 auf 2 Teilnehmende bis 2025) erschweren valide Aussagen.<\/li>\n\n\n\n<li>Methodische Passung: Standardinstrumente stossen oft an Grenzen; digitale Tools sollten barrierefrei und im Co-Design mit der jeweiligen Zielgruppe entwickelt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Ressourcen: Der Pflegealltag l\u00e4sst kaum Spielraum f\u00fcr zus\u00e4tzliche Aufgaben. Forschung muss hochgradig sensibel und aufwandsarm integriert werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse sind trotz der methodischen H\u00fcrden interessant und sollten in anwendungsorientierten Projekten weiterentwickelt werden. Zuk\u00fcnftige Projekte sollten die Lebenswelt der Bewohner:innen und die Arbeitsbelastung der Pflegenden st\u00e4rker priorisieren. F\u00fcr die Forschung in Pflegeheimen sind eine vorausschauende Planung mit gr\u00f6sseren Stichprobenpuffern und fr\u00fchzeitiger Einbindung aller Akteure wesentlich, um die Akzeptanz und Datenqualit\u00e4t zu sichern.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<div style=\"height:60px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong><strong>Beteiligte Personen, Finanzierungs- und Umsetzungspartner<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Projektleiterin<\/strong><br>Dr. Ute Ziegler, ute.ziegler@hslu.ch<br>Kompetenzzentrum Innenarchitektur<br>Hochschule Luzern \u2013 Technik &amp; Architektur<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong>Wissenschaftliche Mitarbeit<\/strong><br>Hochschule Luzern \u2013 Technik &amp; Architektur: <br>_Prof. Sibylla Amstutz, Eveline Moser, Katharina Kleczka, Prof. Markus Koschenz<br>Hochschule Luzern \u2013 Design Film Kunst:&nbsp;<br>_Prof. Isabel Rosa M\u00fcggler Zumstein, Magdalena Tomoff&nbsp;<br>Hochschule Luzern \u2013 Wirtschaft:&nbsp;<br>_Prof. Christoph Hanisch, Prof. Dr. Magnin Chantal<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\">Dank f\u00fcr die methodische Beratung geht an Prof. Dr. Sabina Misoch, Berner Fachhochschule, Soziale Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size\"><strong><strong>Besonderer Dank geht an die Bewohnerinnen und Bewohner, Pflegenden und Leitungspersonen von Viva Luzern, die am Forschungsprojekt teilgenommen und es erm\u00f6glicht haben sowie an die Finanzierungs- und Umsetzungspartner:innen.&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:50px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2454\" height=\"768\" src=\"https:\/\/sites.hslu.ch\/cooldown\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2026\/06\/Logos-zusammengestellt-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1903\" srcset=\"https:\/\/sites.hslu.ch\/cooldown\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2026\/06\/Logos-zusammengestellt-1.jpg 2454w, https:\/\/sites.hslu.ch\/cooldown\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2026\/06\/Logos-zusammengestellt-1-1536x481.jpg 1536w, https:\/\/sites.hslu.ch\/cooldown\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2026\/06\/Logos-zusammengestellt-1-2048x641.jpg 2048w, https:\/\/sites.hslu.ch\/cooldown\/wp-content\/uploads\/sites\/19\/2026\/06\/Logos-zusammengestellt-1-928x290.jpg 928w\" sizes=\"auto, (max-width: 2454px) 100vw, 2454px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<div style=\"height:30px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Hinweis zu den dargestellten Inhalten:<\/strong><br>Die auf dieser Webseite dargestellten Inhalte basieren auf einem Forschungsprojekt, das in Kooperation mit dem Pflegeheim Haus Brisen Viva Luzern in Luzern durchgef\u00fchrt wurde. Alle dargestellten Interviewinhalte wurden stark anonymisiert, zusammengefasst und redaktionell bearbeitet, sodass keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf einzelne Bewohnerinnen oder Bewohner m\u00f6glich sind. Namen, biografische Angaben sowie andere identifizierende Merkmale wurden entfernt oder ver\u00e4ndert. Die Nennung der kooperierenden Einrichtung dient der Transparenz des Forschungsprojekts. Die ver\u00f6ffentlichten Inhalte geben ausschliesslich \u00fcbergeordnete Themen und Erkenntnisse wieder. Es werden keine personenbezogenen Daten von Bewohnerinnen oder Bewohnern ver\u00f6ffentlicht. Die Quellen f\u00fcr das Bildmaterial sind: Hochschule Luzern, CCIA (Fotos K\u00fchlwirkung); Adobe Stock (lizenzfreie Bilder); Google Gemini (Titelfoto). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ForschungsprojektDas Forschungsprojekt \u201eCool Down\u201c erprobte verschiedene K\u00fchlkonzepte, um die sommerliche Hitze f\u00fcr pflegebed\u00fcrftige und betagte Bewohner:innen ertr\u00e4glicher zu machen. Untersucht wurden innovative L\u00f6sungen, die im Raum, in der N\u00e4he oder direkt am menschlichen K\u00f6rper wirken und ohne zus\u00e4tzliche Raumk\u00fchlger\u00e4te auskommen. 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