{"id":18103,"date":"2023-02-20T14:11:23","date_gmt":"2023-02-20T13:11:23","guid":{"rendered":"https:\/\/sites.hslu.ch\/architektur\/?post_type=semesterruckblick&p=18103"},"modified":"2023-10-26T09:27:42","modified_gmt":"2023-10-26T07:27:42","slug":"materialitaet-2","status":"publish","type":"semesterruckblick","link":"https:\/\/sites.hslu.ch\/architektur\/module\/curriculum\/materialitaet-2\/","title":{"rendered":"Materialit\u00e4t"},"content":{"rendered":"
Die Atmosph\u00e4re eines Innenraums wird massgeblich durch die Kombination der vorhandenen Materialien im Zusammenspiel mit dem Licht erzeugt. Da es mich interessiert das Potenzial der Oberfl\u00e4chengestaltung im Innenraum zu untersuchen \u2013 d.h. die k\u00f6rpernahen Oberfl\u00e4chen mit denen wir in direkten Kontakt treten, die unsere Sinne anregen und die Atmosph\u00e4re des Raumes bestimmen \u2013 habe ich mich in der freien Arbeit mit Lehmfeinputz und Massivholz auseinandergesetzt. Die Idee war es, eine Experimentierkiste zu gestalten, mit der verschiedene Kombinationen von Lehmfeinputz mit Massivholz direkt untersucht werden k\u00f6nnen, um die vielf\u00e4ltigen Wirkungen, die sich durch die Kombinationen der beiden Materialien je nach Lichtsituation ergeben, beobachten zu k\u00f6nnen. Gerade die Kombination von glatten, edel wirkenden Oberfl\u00e4chen \u2013 wie die des Nussbaums \u2013 mit eher rauen Oberfl\u00e4chen \u2013 wie ein gefilzter Lehmputz \u2013 wirken interessant und erzeugen eine starke atmosph\u00e4rische Wirkung. <\/p>\n\n\n
Das Jutegewebe und der Modellierton von der Ziegelei bildeten den Ausgangspunkt. Mittels unterschiedlicher Techniken werden die Materialien verbunden. Der Stoff wird ausgebreitet und eine Lehmrolle wird dem Rand entlang in das Gewebe eingearbeitet und in den Stoff eingerollt. Die Jutefl\u00e4che wird anschliessend mit Lehm \u00fcberzogen. Auf einer H\u00e4lfte wird der Lehm beidseitig von Jute gefasst. Dann wird alles in die H\u00f6he gehoben, wieder abgesetzt und geformt. Der fl\u00e4chige Stoff bildet nun Falten und w\u00e4chst in die H\u00f6he. Das flexible Gewebe kann zusammen mit dem modellierbaren Ton geformt werden, letzteres h\u00e4rtet im Laufe des Trocknungsprozesses aus. Der aufgerollte Rand als strukturell st\u00e4rkstes Element bildet eine Art runde \u00d6ffnung. Eine organische, spontane sowie fliessende Form entsteht aus den beiden nat\u00fcrlichen Materialien. <\/p>\n\n\n