{"id":50446,"date":"2026-06-23T12:20:41","date_gmt":"2026-06-23T10:20:41","guid":{"rendered":"https:\/\/sites.hslu.ch\/architektur\/?p=50446"},"modified":"2026-06-23T13:46:49","modified_gmt":"2026-06-23T11:46:49","slug":"materiallabor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sites.hslu.ch\/architektur\/materiallabor\/","title":{"rendered":"Materiallabor"},"content":{"rendered":"\n
Das Modul \u00abMateriallabor\u00bb (Modulverantwortung Susanne Triller) findet als Blockwoche statt. Zusammen mit ausgew\u00e4hlten Expertinnen aus Theorie und Praxis erforschen, experimentieren und entwerfen die Studierenden jeweils eine bauliche Intervention mit lokalen Materialien sowie verf\u00fcgbaren ReUse-Bauteilen. Im Herbstsemester 2025 kn\u00fcpften sie an die bestehende Struktur des Lehm-Pavillons an und stampften \u2013 mit H\u00e4nden und Verstand \u2013 einen Lehmofen aus dem Boden. <\/p>\n\n\n\n
Im Vorfeld der Blockwoche recherchierten die Studierenden das Wissen zu verschiedenen Typen tradierter W\u00e4rmequellen und erarbeiteten einen innovativen Vorschlag zum Interventionsort. Zu Beginn der Blockwoche lernten sie mannigfaltige Erden kennen, analysierten und transformierten diese mit H\u00e4nden und Werkzeugen sowie mittels Feuer und W\u00e4rme. W\u00e4hrend der zentrale Feuerraum mit Abzug zur Bereitstellung von W\u00e4rme vorgegeben war, waren zus\u00e4tzliche Elemente wie die W\u00e4rmebank,
ein Herd, Dampfbad, Chemin\u00e9e oder K\u00fcche im gemeinschaftlichen Prozess aushandelbar.<\/p>\n\n\n\n
Ziel der Blockwoche war es, ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr tradierte Feuerst\u00e4tten zu entwickeln und diese in eine zeitgen\u00f6ssische \u00dcbersetzung zu \u00fcberf\u00fchren. Die Studierenden besch\u00e4ftigten sich mit ihrer Funktionsweise, ihrer Geschichte und ihrer kulturellen Bedeutung. \u00d6fen begriffen sie dabei sowohl als Orte sozialer Interaktion und Kulturvermittlung als auch als physikalische W\u00e4rmesysteme und technische Konstruktionen. Die Umsetzung war eine sowohl praktische wie auch kommunikative Teamleistung. Der gesamte Prozess wurde durch gemeinsam generiertes Wissen konsolidiert und dokumentiert. Dabei zeigten sich unz\u00e4hlige Aspekte, die sich zu einem gro\u00dfen Ganzen f\u00fcgen.<\/p>\n\n\n