{"id":49448,"date":"2026-03-17T14:42:20","date_gmt":"2026-03-17T13:42:20","guid":{"rendered":"https:\/\/sites.hslu.ch\/architektur\/?p=49448"},"modified":"2026-03-17T14:54:45","modified_gmt":"2026-03-17T13:54:45","slug":"imperfect-architecture","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sites.hslu.ch\/architektur\/imperfect-architecture\/","title":{"rendered":"Imperfect Architecture"},"content":{"rendered":"\n

Im Masterstudiengang Architektur stand das Herbstsemester 2025 ganz im Zeichen des Jahresthemas \u00abPermanent vacation\u00bb, bei dem lokale Auspr\u00e4gungen der Vergangenheit und Gegenwart des globalen Tourismus untersucht wurden. Im Atelier von Bessire\/Winter besch\u00e4ftigten sich die Studierenden mit den Grand Hotels von Luzern. Durch kleine Eingriffe transformierten Jasmin Tietianiec und Silje Aks einen Teil des Hotels Palace.<\/p>\n\n\n\n

Die Grand Hotels von Luzern sind der Inbegriff eines frivolen, extravaganten Tourismus, der das Image der Stadt massgeblich pr\u00e4gt. W\u00e4hrend sie kontinuierlich florieren, beruht ihre unwirkliche Sch\u00f6nheit auf einer finanziellen Realit\u00e4t, die es zul\u00e4sst, dass fast die H\u00e4lfte der Zimmer das ganze Jahr \u00fcber leer steht, wodurch eine immense urbane Energie unerschlossen bleibt. Gemeinsam mit der Underground-Jugendkultur Luzerns, die als unberechenbarer Motor des \u00f6ffentlichen Raums und des st\u00e4dtischen Lebens fungiert, versuchten die Studierenden, die Pracht dieser gro\u00dfen Geb\u00e4ude zu hinterfragen, indem sie die Kreisl\u00e4ufe der kosmopolitischen Grand Hotels mit den Bewegungen hyperlokaler Akteure und Organisationen kreuzten.<\/p>\n\n\n\n

Mittels einer \u00abImperfect Architecture\u00bb wurde ihre perfekte und endliche r\u00e4umliche Komposition in undurchsichtige Organismen verwandelt, in deren Chiaroscuro sich die unendliche Geschichte der (Under)Grand Hotels entfaltet.<\/p>\n\n\n