{"id":45708,"date":"2025-09-01T08:59:31","date_gmt":"2025-09-01T06:59:31","guid":{"rendered":"https:\/\/sites.hslu.ch\/architektur\/?p=45708"},"modified":"2025-11-27T08:30:28","modified_gmt":"2025-11-27T07:30:28","slug":"baukultur-ausserhalb-bauzone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sites.hslu.ch\/architektur\/baukultur-ausserhalb-bauzone\/","title":{"rendered":"Baukultur ausserhalb Bauzone"},"content":{"rendered":"\n

Ziel der beiden Forschungsprojekte \u00abBaukultur ausserhalb der Bauzone\u00bb und \u00abGestaltungsvorgaben Bauen ausserhalb der Bauzone im Kanton Luzern\u00bb war es, ein Instrumentarium zu entwickeln, welches die regionaltypischen Merkmale f\u00fcr Wohnbauten ausserhalb der Bauzone im Kanton Luzern umfasst und mit entsprechenden Planungsparametern versehen ist. Die daraus entwickelten Gestaltungsvorgaben sollen Planende und Beh\u00f6rden bei zuk\u00fcnftigen Bauvorhaben unterst\u00fctzen und die landschaftliche und baukulturelle Eingliederung neuer Bauten verbessern. <\/p>\n\n\n\n

Bauten ausserhalb der Bauzone haben eine hohe Relevanz f\u00fcr den Charakter der Landschaft und sie sind in ihrer Entwicklungsgeschichte wichtige Zeitzeugen einer regionalen Baukultur. Seitens der \u00f6ffentlichen Hand wird der Eingliederung baulicher Ver\u00e4nderungen in das Landschaftsbild und der Ber\u00fccksichtigung der ortsbaulichen Ausgangslage hohe Beachtung geschenkt. So verf\u00fcgen die Kantone unter anderem \u00fcber entsprechende Vorschriften und auch Leitlinien zur Gestaltung von Bauten ausserhalb der Bauzone. Der Kanton Luzern will seinen aktuellen Gestaltungsleitfaden \u00fcberarbeiten und erl\u00e4sst nun verbindliche Gestaltungsvorgaben.<\/p>\n\n\n\n

Durch eine systematische Analyse bestehender Fachliteratur, verschiedener Inventare und Erfahrungen aus der Praxis, wurden im ersten Projekt die regionaltypischen Merkmale von historischen Wohnbauten ausserhalb der Bauzone im Kanton Luzern erfasst und kategorisiert. Erg\u00e4nzend dazu wurden die Erkenntnisse durch gezielte Begehungen vor Ort \u00fcberpr\u00fcft und angereichert. <\/p>\n\n\n\n

Im zweiten Projekt untersucht das Projektteam des CCTP im Auftrag der Dienststelle Raum und Umwelt des Kantons Luzern, anhand welcher Kriterien Neubauten und Umbauten ausserhalb der Bauzone an eine regionale Baukultur ankn\u00fcpfen k\u00f6nnen. Die Erarbeitung erfolgt im Austausch mit Vertreter:innen des Luzerner B\u00e4uerinnen und Bauernverbands (LBV), des Verbands der Luzerner Gemeinden (VLG), der Vereinigung Luzernischer Gemeindeingenieure (VLGI), des Innerschweizer Heimatschutzes (IHS) und der Sektion Zentralschweiz des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA). Die gewonnenen Erkenntnisse, welche in Form von Gestaltungsvorgaben Anfang 2026 zur Verf\u00fcgung stehen, k\u00f6nnen auch f\u00fcr andere Kantone von Interesse sein.<\/p>\n\n\n\n

In der weiteren Auseinandersetzung sollen Best-Practice Beispiele aus der gesamten Zentralschweiz gesammelt und daraus konkrete Strategien f\u00fcr Neubauten und Umbauten abgeleitet werden, welche die regionale Baukultur qualit\u00e4tsvoll weiterentwickeln und gleichzeitig zeitgem\u00e4sse Nutzungsvorstellungen erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n

Auszug aus der Analyse von regionalen Bauernhaus-Typologien im Kanton Luzern<\/h3>\n\n\n